Traumaforschung

Hintergrund

Bei der Entstehung vieler psychischer Störungen spielen traumatische Erfahrungen in der Kindheit eine wichtige Rolle. 

Als belastende Lebensereignisse in der Kindheit und Jugend werden potentiell traumatische Ereignisse vor dem 18. Lebensjahr bezeichnet. Diese beinhalten Kindesmisshandlung und sexuellen Missbrauch, aber auch Drogenprobleme oder psychische Störungen in der Familie, Verlusterfahrungen, Krieg und Flucht. 

Belastende Lebensereignisse können nicht nur massive Folgen für die psychische Gesundheit der Betroffenen haben, sondern sind auch oft mit körperlichen Folgen verbunden [RKI, 2020]. PDF

Aktuelles Forschungsprojekt

Als neues Forschungsprojekt wird es eine Online-Umfrage mit der Fragestellung an traumatisierte Erwachsene, die bereits mindestens eine Psychotherapie gemacht haben: "Was hat geholfen?" geben.

Betrachten wir die beispielsweise die Heilungschancen von traumatisierten Erwachsenen ist festzustellen, dass eine der wesentlichen Erfolgsaussichten im Traumatypus besteht. Traumatische Erlebnisse lassen sich in Trauma-Typ I und Trauma-Typ II unterscheiden. 

Von einem Trauma Typ I spricht man, wenn das Erlebnis ein Einzelerlebnis war, nicht gemacht von Menschen, z.B. ein schwerer Unfall, Miterleben einer Naturkatastrophe oder eines Brandes. Hierbei sind die Chancen auf Traumaheilung bzw. eine deutliche Reduzierung der Traumafolgen gut bis sehr gut. 

Bei Traumata des Typs II sehen die Heilungschancen leider wesentlich schlechter aus. Hierbei handelt es sich um von Menschen gemachte Traumata, die sich wiederholten und von längerer Dauer waren, z.B. Misshandlungserfahrungen in der Kindheit, Gewalt des Lebenspartners, Folter, Flucht und Krieg.

Zielstellung

Dieses Forschungsprojekt zur aktuellen Traumaforschung setzt sich zum Ziel, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Bausteine einer erlebten psychotherapeutischen Behandlung von Traumatisierung betroffener Menschen aus ihrer Sicht geholfen hat. Hierbei geht es um die systematische Betrachtung der Leidenslinderungen, die durch die therapeutische Behandlung erreicht werden konnten. Hierbei wird danach gefragt, mit welchen konkreten Mitteln aus der psychotherapeutischen Behandlung heraus den Betroffenen wirklich geholfen werden konnte.

Der Ansatz dieser Traumaforschung geht nicht auf theoretische Annahmen zurück, sondern versucht, tatsächlich berichtete Verbesserungen der Betroffenen im Nachgang theoretisch einzuordnen. Bestenfalls kann anschließend eine Herausstellung von Methoden und Faktoren in der therapeutischen Behandlung erfolgen, die es zu verstärken und auszubauen gilt, weil sie evidenzbasiert Besserung bringen können.

Information

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