Traumatherapie für Kinder & Jugendliche & Erwachsene in Rostock
Belastende oder überwältigende Erfahrungen können in einem Menschen tiefe seelische Spuren hinterlassen. Manche Erlebnisse lassen sich nicht „einfach vergessen“, sondern wirken weiter, manchmal ein Leben lang.
Das Trauma
Erfahrungen der absoluten Hilflosigkeit und Unausweichlichkeit sind der Kern der traumatischen Reaktion und Ursache für die Entstehung von Traumafolgestörungen. Das zentrale Element jeder traumatischen Erfahrung ist der Moment absoluten Ausgeliefertseins (Schmid & Fegert).
Ziel Traumatherapie
Eine Traumatherapie kann helfen, traumatische Erfahrungen besser zu verarbeiten und die Folgen eines Traumas deutlich zu verringern. Die Traumatherapie ist eine spezialisierte Form der Psychotherapie, um traumatische Erfahrungen behutsam zu verarbeiten.
Ziel ist es, die Belastung zu verringern, innere Stabilität zu stärken und das Gefühl von Selbstwirksamkeit zurückzugewinnen. Dies gilt für von Trauma betroffenen Kindern, Jugendlichen, deren Familien und betroffenen Erwachsenen.
Traumafolgestörungen
Traumafolgen, die direkt nach einem traumatischen Erlebnis auftreten können, sind Symptome wie Betrübtheit, Desorientiertheit, starke Gefühlsschwankungen und starker körperlicher Stress. Hierbei spricht man von einer akuten Belastungsreaktion. Sie hält nicht länger als einen Monat an und klingt von allein wieder ab.
Wirken mehrere belastende Faktoren zusammen, können die Symptome fortbestehen, obwohl das traumatische Ereignis bereits Wochen, Monate oder Jahre, zurückliegt. Hierbei spricht man von einer Traumafolgestörung.
Traumafolgestörungen sind psychische Reaktionen auf extrem belastende Lebensereignisse, bei denen normale Bewältigungsmechanismen versagen und anhaltende Symptome wie Wiedererleben, Vermeidung, Übererregung oder Selbst- und Beziehungsstörungen entstehen. Bleibt ein Trauma unverarbeitet, können die Belastungen ein Leben lang anhalten.
Trauma und Bindung
Frühe traumatische Erfahrungen, insbesondere durch Vernachlässigung, Misshandlung oder widersprüchliche Bezugspersonen im Kindes- und Jugendalter, können die Entwicklung sicherer Bindung erheblich beeinträchtigen.
Bindungstrauma beeinträchtigen die Fähigkeit des Kindes, Nähe, Sicherheit und Emotionsregulation über Bezugspersonen zu erfahren. Dies erhöht das Risiko für unsichere oder desorganisierte Bindungsmuster, die wiederum mit Problemen in der Emotionsregulation, im Stresssystem und in zwischenmenschlichen Beziehungen assoziiert sind.
Bindungsstörungen können somit als eine entwicklungspsychologische Folge früher interpersoneller Traumatisierung verstanden werden.
